Platz

von larissa boehning

Der alte Herr im cognacfarbenen Wollmantel, der seine Schiebermütze auf dem Schoß liegen hat, klopft, als ich den freien U-Bahn-Sitzplatz neben ihm in den Blick nehme, mit der flachen Hand auf das Plastik, wie beim Mein-rechter-Platz-ist-leer-Spiel. Und ich setze mich, weil ich die Geste, die ihm so entwischt zu sein scheint, irgendwie rührend finde, hin.

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