Hände

von larissa boehning

Mein elfjähriger Sohn greift nach meiner Hand auf dem Weg zum Bus. Wir gehen nebeneinander und halten uns an den Händen, und es trifft mich: ein tiefes Glück und allergrößte Traurigkeit zugleich, weil er das nicht mehr oft machen wird, weil es eine Geste aus Gewohnheit war, weil seine Hand noch klein ist und er dennoch den kräftigen Griff eines Jungen auf dem Weg in die Pubertät hat; weil einfach eine Zeit zu Ende geht.