abschied von den illusionen

Volumen

In Dublin ist die Erschütterung der Wirtschaftskrise noch spürbar. Alles wirkt, als stände es on shaky grounds, fragil, es kann jederzeit abgebaut werden, zusammenbrechen, verschwinden. So wirkt das Volumen, das fast alle Männer, die ich sehe, haben (schwere Bäuche, runde Gesichter, voluminöse Beine) – und auch ein Großteil der Frauen –, wie ein Schutzpuffer für eine Zeit des Mangels, die jeden Augenblick ausbrechen kann.

Elevatormusic

Im Frühstücksraum des Hotels läuft kaum wahrnehmbar eine Panflöten-Elevatormusic. Sie hat, bei aller Flötigkeit, einen destinkten Rhythmus. Vorantreibend. So, dass ich nach einer Weile, die ich auf sie geachtet habe, denke, ich sollte schneller essen, schneller meinen Kaffee trinken, schneller fertig werden und das Büffet verlassen; und vielleicht ist es genau das, was die Musik bezwecken soll. Also mache ich es nicht und bleibe extra lange sitzen.